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20min: Wolle UBS-Milliarde kaufe?

Written by admin on 19. September 2011. Posted in 20min, E-Mail, Spam

Kaum ist der UBS-Verlust bekannt geworden, werden auch schon die Bauernfänger aktiv: Noch am selben Tag kursierten erste Spam-Mails, die menschenfreundlich mit Milliarden aus Ghana winken.

Kweku Adoboli ist am 15. September auf einen Schlag zum Begriff geworden: Der Banker der UBS hat seinen Arbeitgeber zwei Milliarden Franken gekostet. Die teure Fehlspekulation war aber nicht nur hierzulande ein Thema, sondern hat weltweit hohe Wellen geworfen. Dank englischsprachiger Presse haben auch Betrüger von dem Fall erfahren und prompt eine entsprechende Spam-Mail aufgesetzt.

Noch am selben Tag hatten die ersten Internetnutzer einen elektronischen Brief im Postkasten, der seinen Empfänger an dem Zwei-Milliarden-Verlust teilhaben lassen wollte. Dort teilt ein gewisser «Kweku Adoboli» mit, dass der Händler einer Schweizer Bank diesen Betrag auf verschiedene Bankkonten in Ghana überwiesen hat. Nun habe er durch «gemeinsame Freunde» die Adresse des Empfängers bekommen, dem er diesen Betrag aushändigen wolle.

Faires Teilen der Beute

Für sich selbst will der Absender 500 Millionen Dollar. Und er braucht 750 000 Dollar vorab – als Zeichen des «guten Willens» – und für seine Kaution. Anständig ist dabei, dass der Finanzjongleur bloss ein Viertel des Betrages behalten will. Echt fair! Ist der 31-Jährige ein Menschenfreund? Oder vielleicht doch ein «strebsamer Hexer», der mit dem «Voodoo-Werkzeug der Investmentbanken operierte», wie «Blick am Abend» schrieb? Ob nun Humanist oder Schwarz-Magier: Wer dem einen oder anderen eine Dreiviertel-Million (Dollar) überweist, ist selber Schuld! Und für die Spammer gilt: Geschwindigkeit ist keine Hexerei!

Das Spam-Mail im Original

Most Warmest Greeting of the Season,

My name is Kweku Adoboli, and I was lately employed as a trader with a major Swiss financial institution. IN my role I was able to divert funds into various bank accounts in my home country of Ghana. I am looking for a partner in your country, and several of our mutual friends referred me to your kind self.

The assets I have hidden sum over US$2,000,000,0000 (TWO BILLION US DOLLARS). Please provide your banking coordinates so that I can affect a transfer of this sum to you. In exchange for helping me with this transaction, you will be entitled to a commission of $500,000,000 (FIVE HUNDRED MILLION DOLLARS).

Thank you, and with most anticipation of your honorable reply,

Kweku Adoboli

P.S. — I need only $750,000 in advance for you as a demonstration of your good faith (and for my bail money)

Betrügerische E-Mails, welche mit Urheberrechtsverletzung drohen.

Written by admin on 16. Oktober 2010. Posted in 20min, Achtung, Betrug, E-Mail, Hinweise, Spam

Zur Zeit tauchen in der Schweiz E-Mails auf, welche angeben, dass der Empfänger illegal mp3-Dateien heruntergeladen haben und eine Urheberrechtsverletzung begangen haben soll. Es handelt sich dabei um einen neuen Betrugstrick.

In dem am 14. Oktober 2010 versendeten E-Mail heisst es, dass sich der Empfänger des E-Mails, durch das Herunterladen urheberrechtlich geschützter Werke, nachweislich strafbar gemacht haben soll. Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen, Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, soll man eine sogenannte UKASH-Karte, im Wert von 100 Euro erstehen und deren PIN an eine E-Mail Adresse senden. UKASH ist eine Bezahlmöglichkeit im Internet. Die in dem E-Mail angegebene Seite ist gefälscht, erst seit dem 13. Oktober 2010 in Betrieb und eine 1 zu 1 Kopie der Originalseite „rechtsanwalt-giese.de”. Auf der Originalseite wird dann auch von diesem E-Mail Abstand genommen. Es handelt sich um Spam E-Mails von Betrügern.

MassnahmenMisstrauen Sie E-Mails, die Sie unaufgefordert bekommen
Besonders vertrauenswürdige Firmen werden gerne als gefälschte Absenderadressen missbraucht.

Misstrauen Sie E-Mails, deren Absenderadresse Sie nicht kennen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie E-Mails bekommen, die eine Aktion von Ihnen verlangen und ansonsten mit Konsequenzen (Geldverlust, Strafanzeige, Kontosperrung, Verpasste Chance, Unglück) drohen.

Klicken Sie in verdächtigen E-Mails auf keine Anhänge und folgen Sie keinen Links.

Öffnen Sie auf keinen Fall ausführbare Dateien (exe), die Sie unaufgefordert via E-Mail erhalten.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie E-Mails bekommen, die etwas Versprechen, was eigentlich nicht sein kann.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie E-Mails bekommen, die Ihre Neugierde wecken und Ihnen beispielsweise exklusive Bilder von Katastrophen zeigen oder Geheimnisse von bekannten Persönlichkeiten aufdecken wollen.

Betriebssystem und Anwendungen auf dem neuesten Stand halten
Halten Sie nicht nur das Betriebssystem auf dem neuesten Stand, sondern auch Anwendungen wie Acrobat Reader, Adobe Flash oder Microsoft Office Programme. Benutzen Sie dazu, falls vorhanden, die automatische Update Funktion.

Quelle: melani.admin.ch